Er stinkt nicht nur, er hat auch den IQ einer Wassermelone. Aber wenn ich es recht betrachte, mag ich mich nicht darüber aufregen. Er ist ein armes Würstchen. Genauso wie der Wanst ein armes Würstchen ist, das vermutlich nur von einer dicken Schicht aus Selbstbewusstsein und Solarien-Bräune zusammengehalten wird. Und genauso wie der Kollege ein armes Würsten ist, der hier immer wie ein verbogenes Fragezeichen durch die Gänge kriecht und andere Leute in lauten Großraumbüros anflüstert. Irgendwie warte ich darauf, dass er mir ein E verkaufen will, für einen Groschen. Oder ein Kilo Koks. Ich weiß nicht, was wahrscheinlicher ist.
Mein Nacken knackt heute merklich weniger laut beim Drehen des Kopfes, nachdem ich die Nacht auf meinem ausgemergelten Daunenkopfkissen verbracht habe, das ungefähr so alt ist wie ich, statt auf dem hypermodernen Nackenstützkissen. Inzwischen glaube ich, dieser ganze Firlefanz ist grober Unfug. Biologisch betrachtet sind wir schließlich Steinzeitmenschen, und der Steinzeitmensch hatte auch kein Nackenstützkissen oder eine Matratze mit Wirbelsäulendingsdibums. Wenn ich beim Zelten auf meiner dünnen Isomatte lag und mir als Kopfkissen einen Pulli unter den Schädel gesteckt habe, hat mein Nacken noch nie geknackt. Das tut er erst, seit ich dieses doofe Nackenstützkissen habe.
In Siegen gibt es übrigens keine Handarbeitsgeschäfte, die 5er Nadelspiele führen. Zumindest keine mir bekannten. Das ist lästig. Ich würde gerne die hiesige Wirtschaft unterstützen, aber das kann ich nicht, wenn selbst die vorhandenen Handarbeitsgeschäfte ein Sortiment führen, wie es auch jeder halbwegs sortierte Supermarkt hat. Tut mir ehrlich leid, aber dann muss ich halt per Internet bestellen, liebe Einzelhändler, das dürft ihr euch selbst zuschreiben.
Ich überlege derzeit noch, wie ich den Vorgesetzten-abgezeichneten Wisch am besten dem IT-Fachkollegen unterjuble, der neulich meinte, mir die Nutzung eines bestimmten Softwareprogramms ausreden zu müssen, das den exorbitanten Betrag von 199 Euro kostet, und fürAushilfskräfte Mitarbeiterinnen wie mich natürlich zu teuer ist. Dieser Wisch sollte ihn veranlassen, mir eine höchsteigene Lizenz dafür zu verschaffen. Ich würde das gerne ein wenig auskosten.
Der Architekt unseres Bürogebäudes gehört übrigens standrechtlich erschossen. Wie kann man ein Großraumbüro für Computer-Arbeitsplätze von oben bis unten verglasen und nur für die obere Hälfte Jalousien einbauen? Die Riesenfenster verhindern 1., dass ich auf der unteren Hälfte meines Monitors etwas erkenne, 2., dass ich hinter mir einen anständigen Schrank mit etwas Stauraum aufstellen könnte und 3. dass man im Sommer lüften kann. Sie lassen sich nur dezent kippen, was bei brütender Sommerhitze auf heißem Blechdach für einen Luftaustausch sorgt, der gegen 0 tendiert.
Das wars für den Moment, und mir ist keins meiner abstrus-spießigen Hobbys in irgendeiner Weise peinlich.
Mein Nacken knackt heute merklich weniger laut beim Drehen des Kopfes, nachdem ich die Nacht auf meinem ausgemergelten Daunenkopfkissen verbracht habe, das ungefähr so alt ist wie ich, statt auf dem hypermodernen Nackenstützkissen. Inzwischen glaube ich, dieser ganze Firlefanz ist grober Unfug. Biologisch betrachtet sind wir schließlich Steinzeitmenschen, und der Steinzeitmensch hatte auch kein Nackenstützkissen oder eine Matratze mit Wirbelsäulendingsdibums. Wenn ich beim Zelten auf meiner dünnen Isomatte lag und mir als Kopfkissen einen Pulli unter den Schädel gesteckt habe, hat mein Nacken noch nie geknackt. Das tut er erst, seit ich dieses doofe Nackenstützkissen habe.
In Siegen gibt es übrigens keine Handarbeitsgeschäfte, die 5er Nadelspiele führen. Zumindest keine mir bekannten. Das ist lästig. Ich würde gerne die hiesige Wirtschaft unterstützen, aber das kann ich nicht, wenn selbst die vorhandenen Handarbeitsgeschäfte ein Sortiment führen, wie es auch jeder halbwegs sortierte Supermarkt hat. Tut mir ehrlich leid, aber dann muss ich halt per Internet bestellen, liebe Einzelhändler, das dürft ihr euch selbst zuschreiben.
Ich überlege derzeit noch, wie ich den Vorgesetzten-abgezeichneten Wisch am besten dem IT-Fachkollegen unterjuble, der neulich meinte, mir die Nutzung eines bestimmten Softwareprogramms ausreden zu müssen, das den exorbitanten Betrag von 199 Euro kostet, und für
Der Architekt unseres Bürogebäudes gehört übrigens standrechtlich erschossen. Wie kann man ein Großraumbüro für Computer-Arbeitsplätze von oben bis unten verglasen und nur für die obere Hälfte Jalousien einbauen? Die Riesenfenster verhindern 1., dass ich auf der unteren Hälfte meines Monitors etwas erkenne, 2., dass ich hinter mir einen anständigen Schrank mit etwas Stauraum aufstellen könnte und 3. dass man im Sommer lüften kann. Sie lassen sich nur dezent kippen, was bei brütender Sommerhitze auf heißem Blechdach für einen Luftaustausch sorgt, der gegen 0 tendiert.
Das wars für den Moment, und mir ist keins meiner abstrus-spießigen Hobbys in irgendeiner Weise peinlich.
Blasebalg - am Freitag, 25. Februar 2005, 14:28 - Rubrik: Immer und ueberAlltag
freilich meinte am 26. Feb, 11:18:
liebes blasebalg
Sie sollten wieder einmal einen Palatschinkenurlaub in Erwägung ziehen. Und peinlich braucht Ihnen ganz sicher gar nichts zu sein.
Aule meinte am 27. Feb, 19:37:
Versuchen sie es doch mal mit Brüllmusik!
Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen. Wenn das Schreiben deines Beitrages noch nicht genug Wut hat verrauchen lassen, dann versuche es doch mal mit Brüllmusik (bevorzugt LAUT). Die moderne Frau von heute schreit ihren Frust nicht mehr selbst hinaus. Das lässt man machen ;-)Was mich etwas beunruhigt ist die Tatsache, dass der Inhalt meiner letzten Mail in dem Frusthoch3-Beitrag vorkommt...
Blasebalg antwortete am 28. Feb, 12:50:
Was mich hingegen beunruhigt,
ist die Tatsache, dass dieser Beitrag so vollkommen falsch verstanden wird. Ich sollte nicht versuchen, als Schriftstellerin zu arbeiten. Offensichtlich kann ich meinen jeweiligen Gemütszustand extrem schlecht vermitteln. Frust hoch 3? Ich befand mich in einem Zustand heiterer Gelassenheit!
Ich war nicht motzig, nölig, schlecht gelaunt oder in irgendeiner Weise negativ aufgelegt, ich musste keinen Frust rauslassen, ich hab lediglich ein paar Absätze über Dinge getippt, die mir grade so in den Sinn kamen.
Vielleicht ist bloggen doch keine so gute Idee. Man fühlt sich beobachtet und missverstanden und hat dauernd das Gefühl, diese oder jene Äußerung erklären zu müssen. Das ist doch Dreck.
Und nein, ich bin jetzt auch nicht sauer, wütend, miesepetrig oder sonstwie verstimmt. Vielleicht ein wenig müde, was gewisse Dinge angeht. Insgesamt aber extrem ausgeglichen und mit ausgeprägter mir-doch-wurscht-Haltung.
Wanderluder antwortete am 28. Feb, 13:29:
Dazu hat hoffentlich
auch der zierliche Spaziergang am Wochenende beigetragen. An mir sind nun nur noch die Waden verspannt. Vielleicht sollten Sie weniger Gedanken darauf verwenden, wie Ihre Beiträge von Kunz oder Hinz aufgefasst werden könnten und eher nach dem Badesalz'schen Motto bloggen:"Auch wenn's keiner versteht, wir haben Spaß gehabt."
dori meinte am 2. Mär, 11:12:
Eine Möglichkeit
wäre mich auch noch bekannt.. Spielen Sie vielleicht Tennis? Dieser Schläger eignet sich vorzüglich zum "auf das Nackenkissen schlagen", zum "Kollegen grade prügeln", und wenn man ein Tuch dazwischen spannt, sogar zum luft fächeln! Mit diesem Tip verbleibe ich, fg
freilich meinte am 15. Mär, 10:13:
Liebes Blasebalg
Sie gehen mir ab. Wäre schön, bald wieder einmal etwas von Ihnen zu lesen, in welcher Form auch immer.